Fair Trade Klamotten

Wenn man von Fair Trade spricht, denkt man meist an Kaffee, Obst oder Wein. Doch auch Bekleidung kann fair gehandelt werden.

Der Großteil der Klamotten, die in den großen Kaufhäusern zu finden ist, wird unter unmenschlichen Bedingungen in sogenannten Entwicklungsländern gefertigt: Ein Gehalt, das kaum zum Leben reicht, unbezahlte Überstunden, gesundheitsgefährdende Stoffe und fehlende Krankenversicherungen sind nur einige Punkte, die viele der Angestellten vornehmlich in Entwicklungsländern erdulden

Die Situation

Um ihre Familie zu ernähren, sind sie aber gezwungen, diese Stellen anzunehmen. Dadurch gelangen die Arbeiter in eine Abhängigkeit gegenüber ihrer Firma. Nur weil die Umwelt- und Sozialstandards dort so niedrig sind, kann auch der Preis der Kleidung bzw. der Klamotten für die Verbraucher in Europa oder Amerika so niedrig sein.

Fairer Handel hat zuallererst den Anspruch gerecht und transparent zu sein. Die Produzenten werden mit einem angemessenen Lohn bezahlt und müssen sich keinen Gesundheitsrisiken mehr aussetzen. Kinderarbeit und Ausbeutung sind verboten. Auch der Schutz der Umwelt wird gefördert. Durch den angemessenen Lohn sollen die Angestellten unabhängiger von Schwankungen des Weltmarktpreises werden. Das zusätzliche Geld kann dann beispielsweise für Weiterbildungen genutzt werden. Fairer Handel setzt sich für die Linderung der Armut ein und möchte Arbeiter zu Möglichkeiten der Einflussnahme an den Arbeitsorten bringen.

Fair Trade Klamotten – was steckt da hinter?

Die angemessene Bezahlung bezieht sich dabei aber nicht nur auf die Näherinnen und Näher in den Fabriken, sondern auch schon auf die Lieferanten von Hanf, Baumwolle, Wolle und anderer Stoffe und die Arbeiter auf den Feldern.

Um die Durchsetzung dieser Prinzipien zu gewährleisten, gibt es mehrere Gütesiegel für den fairen Handel. Das bekannteste ist wohl das Fairtrade Siegel der Fairtrade Labelling Organisations International (FLO). Die Organisation garantiert, dass die von ihr festgelegten Standards eingehalten werden, wenn ein Produkt ihr Siegel trägt.

Die Fair Trade Bewegung ist in den 1980er Jahren entstanden. Während Verbraucher damals die Produkte hauptsächlich in Eine Welt Läden erwerben konnte, findet man sie jetzt auch mehr und mehr in den größeren Warenhäusern. Fair Trade Klamotten sind aber auch heute häufig nur in speziellen Läden oder im Internet erhältlich.

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