Fair Trade Schmuck

Fair Trade Organisationen bemühen sich darum, die Welt ein wenig besser zu machen, indem sie Handelsbeziehungen zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen erzeugerbezogen gestalten und dabei soziale Grundsätze definieren.

Fair Trade Siegel sind im Bereich von Lebensmitteln wie Fair Trade Kaffee, Fair Trade Schokolade, Kakao oder Reis schon bekannt. Der Fair Trade Gedanke bezieht sich aber nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern ist auch auf handwerkliche Fertigung von Schmuck anzuwenden.

Schmuckproduktion im Sinne des Fair Trade

Schmuck wird beispielsweise in Indien hauptsächlich von Frauen hergestellt, auch Kinderarbeit ist dabei nicht ungewöhnlich. Die Fair Trade Organisation hilft den Schmuckproduzentinnen dabei, sich zusammenzuschließen. Der Zusammenhalt in einem Familienbetrieb, einer Kooperative oder einer Selbsthilfegruppe gibt der einzelnen Produzentin Rückhalt.

Die Fair Trade Organisation kümmert sich nicht nur um den Absatz der fertigen Schmucks, bei dem den Produzentinnen ein Mindestpreis garantiert wird sondern sie berät auch und gewährt Hilfestellung gegen unseriösen Zwischenhandel. Die Produktion muss unter menschenwürdigen Bedingungen stattfinden. Kinderarbeit ist ausgeschlossen. Für Kinder gibt es stattdessen Bildungsangebote. Die Produzentinnen und ihre Kinder kommen in den Genuss von Gesundheitsdiensten. Soweit notwendig, können auch finanzielle Hilfen wie Vorfinanzierung oder zinslose Gewährung eines Kredits zum Fair Trade Programm gehören. Ziel ist es, den Erzeugerinnen durch die Erkenntnis, von der eigenen Arbeit leben zu können, Selbstbewusstsein zu geben.

Wo erhält man Fair Trade Schmuck?

Anders als verschiedene Lebensmittel aus anerkanntem, fairen Handel hat der Fair Trade Schmuck leider seinen Weg in die Kaufhäuser noch nicht gefunden. Fair gehandelten Schmuck in großer Auswahl kann man jedoch in den Weltläden erwerben. Solche Läden sind häufig in der Nähe von Kirchengemeinden zu finden, die aktive Partnerschaft zu Gemeinden in Entwicklungsländern, der sogenannten 3. Welt, unterhalten.

Die natürliche, individuelle Schönheit von handgefertigtem Schmuck aus Afrika oder Indien entwickelt noch mehr Strahlkraft, wenn beim Kauf das gute Gefühl entsteht, dass die Person, deren Hände das Schmuckstück geformt haben, bei diesem Geschäft einen Vorteil erzielt. Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass bei Materialauswahl und Bearbeitungsvorgang die geltenden Umweltstandards eingehalten worden sind. Durch den Erwerb von Fair Trade Schmuck unterstützt der Käufer gleichzeitig ein Sozialprojekt, eine Umweltschutzorganisation und die Entwicklungshilfe, erhält dafür aber keine Spendenquittung sondern ein individuelles, schönes Schmuckstück.

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