Nachhaltige Ernährung

Wie kann man sich eigentlich nachhaltig ernähren? Geht das überhaupt?

Nachhaltige Ernährung Regional einkaufen, saisonal essen

Mit diesem Grundsatz liegt man schon mal richtig, wenn man einen nachhaltigen Lebensstil auch auf die Ernährung ausdehnen will. Auch nachhaltige Ernährung muss die Grundsätze der sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und Umweltverträglichkeit erfüllen. Mit Lebensmitteln aus der Region stärkt man die heimische Landwirtschaft und trägt so zur Förderung der regionalen Wirtschaftskraft bei. Wer mitten im Winter Spargel und Erdbeeren essen will, trägt damit zur Erhöhung des Ausstoßes von Treibhausgasen und Schadstoffen bei. Denn um Obst und Gemüse außerhalb der Saison anbieten zu können, muss es entweder in beheizten Gewächshäusern oder Folientunneln gezogen oder mit dem Flugzeug, Schiffen und Lastwagen aus dem Ausland importiert werden. Wer heimische Produkte dann kauft, wenn sie Saison haben, trägt wesentlich zur Verhinderung der Klimaerwärmung bei.
Ein weiterer Vorteil regionaler Produkte liegt in der Frische und dem Reifesgrad. Je kürzer der Weg vom Erzeuger zum Konsumenten umso reifer kann geerntet werden. Auch der Einsatz von Chemie oder die Begasung um den Verderb beim Transport zu verhindern werden dadurch unnötig. Durch die räumliche Nähe ist es für den Verbraucher viel einfacher, Informationen über die Erzeugung zu erhalten.

Unsere Nahrung wertschätzen

Schon längst ist Essen in den Industrienationen nicht mehr einzig zu dem Zweck da, die Menschen satt zu machen. Wir wollen gesund sein, Vitamine zu uns nehmen, genießen und unterschiedliche Gewürze verwenden. Dabei wird leicht vergessen, dass die Lebensmittelproduktion sehr viele Ressourcen verschlingt. Bei der Erzeugung von Fleisch, Milch und anderen tierischen Produkten werden Unmengen von Treibhausgasen in die Umwelt abgegeben. Während für ein Kilogramm Äpfel maximal 200 Gramm Treibhausgase freigesetzt werden, sind es für ein Kilogramm Rindfleisch 13.300 Gramm. Das bedeutet aber nicht, dass nur Vegetarier nachhaltig leben können.

Der Fleischkonsum sollte allerdings stark gesenkt werden und das Fleisch nur aus kontrolliert biologischer Erzeugung aus dem eigenen Land kommen. Auch pflanzliche Produkte können umweltschädlich erzeugt sein. Nur der Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger und die nachhaltige Erzeugung sichern einen umweltverträglichen Anbau.

Hierzu gehört auch der Verzicht auf gentechnisch veränderte Lebensmittel und Tiermehl bei der Mast. Beide Methoden haben gesundheitsschädliche Auswirkungen. Nur Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau geben hier Sicherheit.

Wer jetzt noch seine nachhaltigen Lebensmittel auf umweltfreundlichem Weg nach Hause bringt und zubereitet, hat den Kreis erfolgreich geschlossen. Mit gut schließenden Töpfen und schonenden Garmethoden ist das kein Problem und nebenbei bleiben auch noch die Vitamine und Mineralstoffe erhalten.

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