Fair Trade – meine Beweggründe

Ich muss ehrlich sagen: vor ein paar Monaten noch war es mir völlig egal, wo meine Kleidung herkommt. Und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nicht ausschließlich Fair Trade Kleidung trage – aber ich denke, dass das klar ist. Wer macht das schon?

Vor Kurzem ging mir alles in Sachen Umwelt, Arbeitsbedingungen in andernen Leuten usw. auf gut Deutsch gesagt am Arsch vorbei. Mir geht gut hier in Deutschland – gute Ausbildung, guter Job, vernüpftiges Gehalt, super Lebensbedingungen.

Der Punkt der Änderung

Geprägt wurde ich durch eine mehrwöchigen Trip durch Indien, der auch fernab von klassischen Touristenorten verlief. Es war die erste Reise in meinem Leben, die mir in einem fernen Land mal wirklich die Lebenbedingungen und die Kultur der dort lebenden Menschen zeigte – und mir zeigte, dass es nicht alle so gut haben wie wir in der westlichen Welt. Das hat mir die Augen geöffnet. Es ist reiner Zufall, dass ich das Glück hatte, hier in Deutschland geboren worden zu sein. Ich hätte genauso gut in einem armen Land geboren werden können – Schicksaal!

Nach dieser Reise wurde mir bewusst, dass mir nicht alles egal sein kann. Natürlich kann man sein Leben nicht um 180 % drehen und alles ändern. Wir leben nun mal in diesem System, die Welt ist so ungerecht wie sie ist – so lange es die Menschheit gibt, wird das so sein.

Aber kann wenigstens versuchen, einen kleinen, winzigen Teil dazu beizutragen, dass es Menschen am anderen Ende der Welt eventuell durch das eigene Handeln etwas besser geht. Dazu zählt es nun mal, dass man auch Produkte aus fairem Handel konsumiert. Natürlich kann man nicht von finanziell schwachen Menschen erwarten, dass sie die oft doch etwas teureren Produkte konsumieren. Aber mir geht es finanziell recht gut  – mir schadet es nicht, wenn ich mal ein paar Euro mehr für ein Produkt ausgebe!

Fabian Simon

11 thoughts on “Fair Trade – meine Beweggründe

  1. Das verstehe ich gut. Ich kaufe fair-trade-Artikel bei Lebensmitteln seit Jahren, so oft wie möglich, möchte das auch bei der Kleidung tun, finde bisher aber nirgends entsprechende Möglichkeiten in Heidelberg oder Mannheim. Da ich bereits 63 J. alt bin, möchte ich die Kleidung lieber anprobieren und kaufe uingern in online-shops.
    Gibt es hier in der Nähe nirgends ein Geschäft mit fairtrade Kleidung ?
    Bin dankbar für einen Hinweis.

    Herzliche Grüße

    Anna aus Heidelberg

  2. Produkte aus fairem Handel unterstütze ich unbedingt und gebe gerne ein paar Franken mehr aus… Nachdem ich gestern Abend eine Sendung zu diesem Thema im ARD gesehen habe (Moderation Günther Jauch), bin ich aber ziemlich entsetzt, wie die Arbeitsbedingungen zum Beispiel indischer Näherinnen wirklich aussehen. Ich frage mich, wie vertrauenswürdig die Aussagen FAIR TRADE oder ECO-CERT denn nun sind. Die kürzliche Brandkatastrophe in einem ecozertifizierten Fertigungsbetrieb mit 300 Opfern spricht da eine eigene Sprache. Ich würde es begrüssen, wenn die westlichen Einkäufer stärker unter die Lupe genommen würden und wenn die indischen Firmenbesitzer von der Regierung gemassregelt würden. Aber da angeblich die Firmenbesitzer auch in der Regierung sitzen sollen, ist das ein schwieriges Unterfangen. Wo immer sich aber ehrliche Bemühunen abzeichnen, muss man sie unterstützen!

  3. Hallo Zusammen,

    ich studiere an der London South Bank Universtität und im Rahmen meiner Bachelorarbeit analysiere ich das Kaufverhalten deutscher Männer im Alter von 50 – 69 Jahren bezüglich Fair Trade-Kleidung.
    Um die Analyse durchführen zu können, habe ich einen online-Fragebogen, der anonym ausgefüllt wird, entworfen. Für eine representative Umfrage benötige ich eine große Anzahl ausgefüllter Fragebögen;
    es wäre eine große Hilfe für mich, wenn sie den Link an Bekannte, Freunde und Eltern verbreiten könnten.
    Hier geht es zum Online-Fragebogen:
    http://kwiksurveys.com/s.asp?sid=jci3dyjux4vln8w72042

    Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 10 Minuten.
    Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Hilfe und Unterstützung!!

    Grüße,
    Rebecca

  4. Hallo!
    Weiß jemand zufällig, wo die Fairtrade Kleidung genau herkommt? Also kann mir jemand die Namen irgendwelcher Fabriken nennen?
    Warum ich das wissen will? Ich studiere in Münster Produktdesign und möchte bei einem Projekt einen Kleiderbügel aus Stoffresten anfertigen, die bei der Kleiderproduktion anfallen. Am liebsten wär es mir, wenn es sich bei diesen Stoffresten um Bio- und Fairtrade Ware handeln würde.
    Mein Problem ist einfach, dass es sehr schwer ist die Produktionsfabriken ausfindig zu machen, um an Stoffreste ranzukommen. Wenn irgendwer hier irgendwelche Ideen oder Tipps hat, wär ich super dankbar!
    Die Seite gefällt mir übrigens sehr gut!

    Liebe Grüße, Silva

    • Hallo Silvia,
      vermutlich können Dir die Fabriken gar nicht weiter helfen, weil die die Stoffreste aus Platzgründen nicht aufheben. Das ist zumindest meine Erfahrung, nach meiner Hosenproduktion. Ich würde es mal bei Firmen versuchen, die „Bio“ Stoffe herstellen. Vielleicht kannst Du da über Musterbestellungen die Mengen bekommen, die Du brauchst. Viele schöne Biocordstoffe stellt zB die Fa Kindermann her.
      Stoffreste würde ich sonst eher bei den Biobekleidungsherstellern suchen. Ein paar m2 blauen Cordstoff hätte ich auch noch.
      Viele Grüße,
      Alex

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Rahmen des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung wurden wir beauftragt, uns intensiv mit dem aktuellen Thema der Herstellungsbedingungen von Kleidungsstücken im asiatischen Raum zu befassen.

    Allgemein bekannt ist die Tatsache, dass in diesen Ländern, wie beispielsweise in Bangladesch, sämtliche Arbeitsbedingungen weder einem generellen flächendeckenden Standard, noch der Arbeitsschutz oder Gesundheitsschutz in einer Form ausreichend sind.
    Verständlich ist die Situation der Wirtschaft, welche im Laufe der Globalisierung weiterhin positive Erträge erbringen muss, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.
    Unserer Klasse ist aufgefallen, dass Großkonzerne sich bereits intensiv bemühen öffentliche Transparenz zu schaffen und mit entsprechenden Marketingstrategien dieses Thema in den Fokus stellen.

    Noch immer erschreckend für unsere westliche Welt ist es dennoch zu erfahren, welchen Flächenbrand ein Feuer auslösen kann, wie es in Bangladesch vor einiger Zeit ausbrach. Das Feuer tötete mehrere Menschen und leider wurde die Öffentlichkeit erst nach dem Vorfall auf die verheerend schlechten Sicherheitsbedingungen in solchen Fabriken aufmerksam. Bereits im November kamen bei einem Brand in Dhaka 111 Arbeitnehmer ums Leben.

    Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren, sowohl über die gravierenden Sicherheitslücken der Fabriken, als auch die ethischen Aspekte unter welchen Arbeitsbedingungen die Produkte hergestellt werden müssen.
    Primär ist es dabei nicht das Ziel, einzelne Firmen in ein negatives Licht zu stellen, sondern einen Vergleich mit Ihnen als „fair-trade-Unternehmen“ anzustellen, wie zum einen die verantwortlichen Betreiber solcher Arbeitsstätten sich zu diesem Thema positionieren und Sie Ihre Firma gestalten, wie und mit wem Sie „arbeiten“.

    In Folge dieser Antworten werden wir dieses Projekt ausarbeiten und präsentieren, daher sollte es auch von Ihrer Seite starkes Interesse bestehen hier mit uns kooperativ dieses Thema zu beleuchten.

    Die Deadline für dieses Projekt wurde auf den 13.03.2014 gesetzt. Daher wäre es wünschenswert, innerhalb der nächsten zwei Wochen aussagekräftige Statements oder verwendbare Präsentationen von Ihnen zu erhalten.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich in Bezug auf Arbeitsunfälle und den allgemein herrschenden Arbeits- und Sicherheitsbedingungen äußern.

    Weiter würden wir uns auch freuen, Sie „fair-trade Unternehmen“ in unsere Aktion aktiv miteinbeziehen können!

    Im Vorfeld bedanke ich mich im Namen der gesamten Klasse für Ihre Mitwirkung und freue mich ein Projektergebnis auch in Ihrem Interesse zu erzielen, welches ein Stück weit die Arbeitsbedingungen der betroffenen Menschen verbessern soll.

    Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

  6. Hallo fabian,

    wir würden uns sehr freuen, wenn du auch unseren Shop
    zuendstoff-clothing.de bei dir listen würdest.
    Für Rückfragen kannst du mich gerne kontaktieren.

    Liebe Grüße
    Sascha Klemz | zündstoff

  7. Hallo Fabian,

    ein dickes Lob für deine Seite und deine Bemühungen, den Prozess des Umdenkens in der Bevölkerung zu unterstützen, was die Produktion, den Handel, die Preise einzelner Produkte betrifft.
    Ich vertrete auch die Meinung, dass vor allem Lebensmittel und Kleidung, welche ja im Verlauf vieler Jahre einem enormen Preisverfall unterlagen, wieder zu einem vernünftigen, dem Wert der Ware entsprechenden Preis gehandelt werden sollten. Und das setzt nun mal voraus, dass diese auch – wenn schon in Ländern wie Indien usw. produziert – unter entsprechend vernünftigen Bedingungen und realistischer Bezahlung der Arbeiter hergestellt und gehandelt werden.
    So lange aber bei uns in Deutschland wie auch in der westlichen Welt im allgemeinen von vielen Konsumenten das „Hauptsache billig“ – Prinzip vertreten und unterstütz wird, besteht wenig Hoffnung, dass in Sachen FairTrade wirklich viel passiert. Hier ist noch viel Arbeit nötig und dazu sind so Aktionen wie deine bestens geeignet.
    Nun aber zu einem Punkt auf deiner Seite, der mich doch etwas verwundert hat.
    Viele von uns, die wir in Richtung FairTrade denken und zunehmend handeln (wollen), sehen die Bemühungen hauptsächlich auf die Veränderung der o.g. Bedingungen in der dritten Welt als wichtig. Was aber geschieht im eigenen Land? Wenn ich hier auf deiner Seite Versandhändler wie Amazon und Zalando gelistet sehe, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Ich will nicht verschweigen, dass auch ich schon bei diesen Händlern gekauft habe. Diese Händler aber – schaut man sich deren Arbeitsbedingungen und Lohnzahlungen in den deutschen Handelszentren an – in die Rubrik „FairTrade“ zu gruppieren, finde ich persönlich nicht in Ordnung. Da ändert auch die Tatsache nichts, dass diese Händler vereinzelt FairTrade-Produkte anbieten. Wenn schon Änderungen der Handelsbedingungen angestrebt werden, dann doch auch im Inland oder? Vielleicht sollte die Auflistung dieser beiden hier auf der Seite überdacht werden.

    Liebe Grüße Olaf

  8. Hallo Fabian,
    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und „Hut ab“ mir gefällt sehr gut was du machst und unterstütze dich voll und ganz in deiner Einstellung zum Thema Fairtrade.
    Wir sind ein junges Label das personalisierte Babykleidung (100% Bio und Fairtrade) anbietet. Des weiteren unterstützen wir (bis jetzt) eine Frauenkooperation aus Thailand und ein Projekt für behinderte Waisenkinder aus Vietnam , deren Fairtrade Produkte wir zum Teil personalisieren und dann zum Kauf anbieten.
    Über einen Besuch von Dir auf unserer Webseite http://www.pecamia.de würde ich mich freuen (über ein listen auf deiner Seite natürlich auch :-)

    Herzliche Grüße,
    Sandra Valenzuela

  9. Hallo,

    ich schreibe als Privatperson (näheres zu mir siehe „Meine Initiative“).

    Ich möchte euch auf fair gehandelte Grillkohle (siehe Link weiter unten) hinweisen. Vielleicht möchtet ihr bestellen oder auf das Projekt hinweisen.

    Beste Grüße

    Bernhard Völk

    http://www.ev-jugend-westfalen.de/handlungsfelder/jugend-und-eine-welt/faire-grillkohle/vorteile-und-nutzen/

    Hallo,

    ich möchte Ihnen meine ehrenamtliche Initiative vorstellen.

    Vielleicht können wir per Email auf eine oder zwei Arten zusammenarbeiten.

    1. Falls Sie solche Mitmach-Aktionen von mir (siehe fettgedrucktes) möchten, dann schicken Sie mir eine Email.

    2. Falls Sie Texte an Entscheider in Politik, Wirtschaft oder Medien gesendet haben möchten: Bitte mailen Sie mir Vergleichbares (siehe unterstrichenen Text).

    Ich würde mich über Rückmeldung (auch genaueres Nachfragen) freuen.

    Beste Grüße

    Bernhard Völk

    Meine Initiative

    Sehr viele Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, Tiere und die Umwelt leiden u.a. wegen der Macht von Firmen und Politikern.

    Nichtregierungsorganisationen (NRO) wie z.B. amnesty international, Greenpeace, FIAN, Rettet den Regenwald, Gesellschaft für bedrohte Völker und Aktionsplattformen wie z.B. Campact, Avaaz, Change benennen diese Mißstände und fordern Alternativen. Dies tun Sie unter anderem indem Sie fertige Emaile (die man ändern kann) anbieten, die man Entscheidern schicken kann. Dadurch kann man z.B. gegen Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, grüne Gentechnik, Atomkraft, Hunger, Umweltverschmutzung, Waffen und Tierquälerei protestieren bzw. sich für Erneuerbare Energien einsetzen. Ich versende Hinweise auf solche Mitmachaktionen an über 40 mir größtenteils persönlich bekannte Menschen.

    Außerdem bearbeite ich Texte von NRO, die nur ich Entscheidern maile. Die Antworten schicke ich der NRO, deren Informationen ich verwendete und anderen NRO, die auch zu dem Thema meiner Mail arbeiten.
    Wer sich mehr engagieren möchte sendet mir Hinweise auf Mitmachaktionen oder andere interessante Texte, möglichst mit konkreten Forderungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernhard Völk

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